Hamburger Abendblatt

Archiv für das Tag 'Ray Cokes'

Fünfzehn Minuten Rum

24. September 2011

20110924-185431.jpg Mit der Zeit haben wir ein Näschen dafür entwickelt, wo es für lau Bier abzugreifen gibt. So gehen wir erneut zur Ray-Cokes-Revue ins Schmidt-Theater, weil Josi sich als Bühnen-Barmann bewerben will. Das funktioniert zwar nicht (ein Jesus ist immer schneller), aber es wird auch so eine Runde für das Publikum geworfen.

Die Gäste sind heute toll, sowohl musikalisch als auch im Gespräch mit Ray. Dikta aus Island, der in Israel geborene Fahrensmann Yoav (drei Pässe und ein Führerschein aus vier Kontinenten) und Francis International Airport aus Wien machen Spaß.

Wie immer am finalen Showtag schreiben zwei Songwriter einen Song mit Lyrics aus Publikumszurufen. Für die Aufführung wird noch ein Backgroundchor gesucht. Ray fragt Josi, aber der kneift… (tl)

Was heißt hier kneifen? Das war soziales Verantwortungsbewusstsein in höchster Vollendung! Niemand, der mich einmal hat singen hören, möchte diese Erfahrung wiederholen. Und außerdem hast Du Dich doch ganz gut gemacht auf der Bühne: „Oooo-lalaaaa…“
Das ist der Stoff, aus dem Platinplatten gepresst werden. (josi)

Wikipedia ist keine Quelle

23. September 2011

20110923-184748.jpg Auch ein Ray Cokes findet seinen Meister. The Bony King Of Nowhere, ein 22 Jahre alter Songwriter-Heulsusel aus Belgien, lässt den MTV-Altmeister in „Ray’s Reeperbahn Revue“ im Schmidt-Theater lustlos, aber gnadenlos auflaufen. Alle Fragen und Infos, die Ray mühsam in drei Minuten vorbereitet hat, verneint Bony, gibt sich ahnungslos und unnahbar. „Ist das eins dieser schwierigen Interviews?“, fragt Ray und feuert seine Stichwortzettel in die Ecke.

Nicht nur The Bony King Of Nowhere fliegt so von unserem Zeitplan, auch Eastern Conference Champions (gähn), EMA (lern Gitarre spielen) und die Jezebels (spielen nicht, sondern labern nur. Stimmband überlastet, blabla, mimimimi) fliegen hinterher. Ein gebrauchter Tag für Ray, aber mehr Luft im Programm. Durchatmen. Die Zielflagge ist noch weit. Weiter! (tl)

I want my MTV

22. September 2011

20110922-184146.jpg Stellt Euch vor: Es gab mal eine Zeit, da sendete MTV tatsächlich Musikvideos. Und das sogar im Free-TV. Lange her. Aber Ray Cokes, die Moderatoren-Legende aus alten Zeiten, ist immer noch unübertroffen beim Präsentieren von heißem Scheiß. So stellt er bei seiner täglichen Show im Schmidt-Theater auch dieses Jahr jeweils vier Bands mit Akustik-Set und Interview vor. Den Auftakt am Donnerstag spielen Triggerfinger aus Belgien, Brasstronaut aus Kanada und die Schweden Miss Li und Friska Viljor.

Fehlgriff Fehlanzeige. Ob Burt Reynolds und die Moskau Inkasso Band (aka Triggerfinger), die lustigen Hipster-Hippies um Miss Li, der ein klein wenig ganjafixierte Haufen Kanadier oder die Festivaldauergäste Friska Viljor: Alle schlagen sich auf der Bühne und auf der Interviewcouch hervorragend. (tl/josi)