Hamburger Abendblatt

Archiv für das Tag 'Hasenschaukel'

Liebeslesen

24. September 2011

20110924-202107.jpg Die Hasenschaukel platzt am Sonnabend schon beim ersten Konzert aus den Nähten. Dabei ist es für das Alternative-Country-Duo This Frontier Needs Heroes aus Brooklyn noch viel zu früh. Brad Laurettis Stimme klingt schon arg übernächtigt, wie Neil Young nach – oder während – seinem ersten Vollsuff. Seine Schwester Jessica gibt dem Klang noch eine Portion melancholische Anlehnung. Zu früh!

Im Gruenspan absolviert Dear Reader aus Südafrika respektive Berlin den zweiten Reeper-Gig. Im Vergleich zum Auftritt vor zwei Jahren wirkt Sängerin Cherilyn weniger zerbrechlich und verlässt die Folk-Pop-Pfade in Richtung ambitionierter, mal filigraner und mal großformatiger Mini-Epen. Jap, der Umzug nach Berlin hat hörbare Spuren hinterlassen. Ein Hörkonzert, kein Festival-Hallogallo. Aber dafür sind ja auch andere zuständig. Audiolith, looking at you! (tl)

Wegen Überfüllung geöffnet

23. September 2011

20110923-212929.jpg Es ist Freitag. Das heißt: Es wird anstrengend. Gruenspan und Große Freiheit 36 melden Einlass-Verzögerungen, daher weichen wir auf abgelegenere Kiez-Ecken aus. Puste. Kuchen. Im und vor dem Silber geht beim Auftritt von Bleech nicht viel außer einer geduldigen Schlange. Das System: zwei raus und einer rein. Um die Ecke in der Hasenschaukel sieht es bei Nick & Liesl nicht besser aus. Platt gedrückte Nasen hinterlassen Schlieren am Fenster. Auf die Spitze wird das Gedrängel bei den Ska-Niederländern Bazzookas getrieben, die auf dem Spielbudenplatz in einem alten Ami-Schulbus spielen. Und das Ding wackelt!

Woher? Wohin? Was nun? Bei The Get Up Kids im Docks ist noch Platz. Vielleicht hatten die Festivalbesucher schon eine Ahnung, dass der Highschool-Rock aus Kansas City genauso nichtssagend ist wie der der Kollegen Marke Blink-182. Die vor 15 Jahren gegründeten Stehaufkinder gelten sogar als Vorreiter in diesem Genre. Schön für sie. Mach das weg! (tl)