5. August 2012

Das hat doch mal ganz hervorragend funktioniert: Kollege True und meinereiner haben es geschafft, um 7 Uhr aufzustehen. Der Wagen ist weder in einer Suhle noch im Stau steckengeblieben und das Gesicht des Vermietungsmitarbeiter, als er sein doch ziemlich eingematschtes Auto wiederbekommen hat, war auch Gold wert.
Mittlerweile habe ich nicht nur die Stiefel nach draußen verbannt (wenn sie in zwei Tagen noch nicht von allein weggelaufen sind, mache ich sie vielleicht sauber), die Schmutzwäsche in die Maschine verfrachtet; auch ich selbst bin wieder sauber.
Und ohne die Dreckkruste auf der Hirnschale fällt das Resümieren doch erheblich leichter: Es war ein feines Wacken, es wäre sogar ganz hervorragend gewesen, wenn das Wetter nicht beschlossen hätte, auf Land unter umzustellen. Aber sonst? Alles fein: ein paar hervorragend bekloppte neue Menschen kennengelernt, ein paar hervorragend bekloppte alte Bekanntschaften erneuert.
Auch musikalisch ging da einiges: von Kellermensch über Graveyard bis zu Dimmu Borgir, weiter zu Saxon und Machine Head, zu Ministry und In Flames habe ich eine Menge guter bis exzellenter Konzerte gesehen.
Und nu? Nu sitze ich auf meinem Sofa, gucke Menschen in England beim Sportmachen zu (das Wetter scheinen die günstig in Wacken erworben zu haben) und lege meine plattgelatschten Füße hoch.
Bis nächstes Jahr in Wacken, Rain (nichsogerne) or Shine (viel gernerer)!
5. August 2012

ist nach wie vor laut, schnell, hart und zornig. Genau so, wie man das von Ministry erwartet.
Den Jourgensen und sein Industrial-Gewitter nehm ich jetzt noch n büschen mit und dann geht der Onkel josi Bubu machen. Schließlich wollen Kollege True und der Mietwagen morgen früh heil gen Heimat transportiert werden.
Und spätestens, wenn ich mich dann wieder in die Zivilisation einsortiert habe, schreib ich Euch noch ein paar Zeilen.
In diesem Sinne!
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4. August 2012

Muhahahaha! Breit grinsender, laut mitgrölender josi freut sich über Machine Head (ja, ich weiß: mit den Stimmungsschwankungen sollte ich mal nachm Arzt hin).
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4. August 2012

Während die letzten Feuerwerksschwaden der finalen Scorpions-Wehen über die Black Stage wabern und Machine Head sich nebenan in den Startlöchern warmschreien, habe ich eine Wacken-, eine Festivalblog-, ach was: eine Weltpremiere zu verkünden.
Nachdem mich der letzte Gewitterregen (den ich hiermit auf den Namen “Rudolf” taufen möchte) endgültig meteorologisch verunsichert hat, habe ich meine *trommelwirbel* Funktionsjacke herausgekramt. Sie ist blau und kann irgendwelche Tricks. Außerdem glaube ich, dass sie sich sehr darüber freut, einmal unter Leute zu kommen.
Zumal es mittlerweile natürlich aufgehört hat, zu regnen…
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4. August 2012

Aber seit die Scorpions angefangen haben, hat sich das Wetter um etwa 12 Bazillionen Prozent verschlechert.
Akut geht draußen die Welt unter. Oder jemand hat Himmel und Erde gewendet. Dann ist das vermutlich die Nordsee, die runterfällt.
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4. August 2012

Wer so schön tragisch die Faust in die Luft recht wie der Scorpions-Vorturner, der muss auch nicht jeden Ton treffen. Also müsste er schon. Machterabbanich.
Dafür hat er ne schicke “Puck, die Stubenfliege”-Sonnenbrille auf, schmeißt mit ganzen Büscheln von Drumsticks um sich und gibt überhaupt den lieben Hardrockonkel. Und Feuerwerk gibt’s auch, mit Glitzern Oooohs und Aaaahs (Müsst ihr mir jetzt einfach mal glauben, ich bin immer zu langsam, um das zu fotografieren).
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4. August 2012

Ich weiß zwar nicht so genau, ob die Besatzung des Ballons, der über den Wackener Abendhimmel fährt, Amon Amarth hören kann.
Zu wünschen wäre es ihnen aber. Die Wikinger machen nämlich ziemlich viel Spaß.
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4. August 2012

Dahinten wütet Johann Hegg. Und wenn der Frontmann von Amon Amarth nicht gerade damit beschäftigt ist, das gesamte nordische Pantheon durch Schlachten epischen Ausmaßes zu grollen, grinst er.
Denn eigentlich ist der bärtige äh… Bär von Mann ein ganz freundlicher. Er erkundigt sich nach dem Befinden der Menschen und lässt die Augen schelmisch blitzen. Zumindest bis zum Beginn des nächsten Songs.
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4. August 2012
Zu ihrer allgemeinen und ganz speziellen Belustigung: Schöne Frauen im Matsch.


Und die geradezu erstaunlichen Mengen von Hobby- und Profifotografen, die sich mit noch beachtlicherer Geschwindigkeit eingefunden haben. Die Überschallknalls ihres Blitzauftritts haben aber aufs Beste mit Cradle of Filth harmoniert.
Nicht im Bild übrigens: juvenile Hormonstauopfer, die “Ausziehen!” brüllen.
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4. August 2012

Feinste Abendsonne, stahlblauer Himmel und ein Konzert der Böse-Bösewichte Cradle of Filth. Macht aber nix. Ist trotzdem beides irgendwie schön. Das eine mehr, das andere weniger…
(Aber warum zum Geier hab ich meine Jacke ausm Zelt geholt? Mir ist warm.)
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