Hamburger Abendblatt

Hurricane 2010

Non Stop Dancing

23. September 2011

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Sanduhr… Sanduhr… Sanduhr… Sanduhr…

21. Juni 2010

Gehirn: „Du, Körper?“

Körper: „Hmmm?“

Gehirn: „Schläfst Du schon?“

Körper: „Hmmm!“

(Tino Lange)

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Da draußen ist alles voll Bass

21. Juni 2010

Unser persönliches Festival-Finale führt uns über drei Bühnen. Zwei Hamburger Local Heroes und ein englischer Klassiker des gepflegten Elektro-Gedengels treten auf. Deichkind, Bratze und Faithless heißen die Protagonisten, und Bratze hat definitiv das kürzeste Streichholz gezogen. Durch die Running Order zwischen den beiden anderen eingepfercht und auf die seit Frittenbudes Auftritt ungeliebte White Stage verbannt, gehen wir mit gemischten Gefühlen zum Zelt.

Gerade noch der vollständige Ausnahmezustand bei Deichkind, und jetzt? Die schlimmsten Befürchtungen treffen nicht ein. Das Zelt ist nicht leer, Bratze hat genügend Strahlkraft, um den Raum vor der Bühne zumindest halb zu füllen. Das bedeutet 1000 Fans, die die beiden Hamburger gebührend feiern. Und Faithless auf der Hauptbühne funktioniert schon seit den Neunzigern; bei dem Sound kann man nur zustimmen: „I can’t get no sleep.“ Einfach unschlafbar, trotz leichter Auflösungserscheinungen am dritten Tag im Scheeßel. (Alexander Josefowicz)

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Auch heute haben wir wieder Wetter, Wetter, Wetter

21. Juni 2010

Als ob der Himmel ein Zeichen geben wollte: Kurz vor Beginn von Vampire Weekend, die zumindest dem Autoren wie eine zurechtgecastete Pseudo-Nerd-Rock-Band erscheinen, beginnt es, zu schütten. Aus Eimern, Kübeln, Badewannen. Katzen, Hunde und andere Kleintiere. Binnen kürzester Zeit ist aus dem sorgfältig zurecht gelegtem Festivaloutfit ein nasser Sack geworden.

Doch auch das Wetter kann den Auftritt der New Yorker mit den zu kurzen Hosen nicht verhindern und gibt entnervt auf. Die Sonne kommt zurück und spiegelt sich aufs Schönste in den vielen neu entstandenen Pfützen und Suhlen. (Alexander Josefowicz)

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Im Adamskostüm zu The Gaslight Anthem

20. Juni 2010

Der Himmel, bei Revolverheld noch wolkenverhangen, reißt immer weiter auf. Während auf der Hauptbühne die Vorbereitungen für The Gaslight Anthem laufen und Peter Fox aus den Boxen schallt, erklärt ein einzelner junger Mann den Sommer für eröffnet. Entspannt joggt er zwischen den Wartenden umher. Der wichtige Unterschied: im Gegensatz zu den Anderen ist er gänzlich unbekleidet. Nach einigen Minuten wird er vom Sicherheitspersonal freundlich, aber bestimmt darauf hingewiesen, dass er sich vom Durchschnittsbesucher abhebt. Er wirkt irritiert, beginnt aber trotzdem, sich wieder anzuziehen. Vielleicht keine schlechte Idee, denn an gewissen Körperstellen möchten man nun wirklich keinen Sonnenbrand. (Alexander Josefowicz)

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78 000 Dosenbiere später

20. Juni 2010

Während der Soundcheck für The Gaslight Anthem läuft, servieren die Festival-Veranstalter etwas Zahlensalat. Die offizielle Zuschauerzahl: 70 000 – ausverkauft. Polizei und Feuerwehr vermelden keine besonderen Vorkomnisse auf dem Eichenring bis auf den lästigen Taschendiebstahl, 200 Ticketfälschungen und 12 Körperverletzungen. Festival-Alltag.

Die rote Bühne wurde nach dem Frittenbude-Desaster umgebaut – gut für die Hamburger Jungs von Bratze. Die kommen vom gleichen Label – Audiolith – und dürften auch für starken Andrang sorgen. Die Frage nach Fehlplanungen im Bandprogramm wurde verneint, was wundert, wenn man das Getümmel bei Bonaparte und Frittenbude in den Zelten mit den vorbeiwehenden Dornbüschen bei Archive auf der Blue Stage vergleicht.

Die festivaleigenen Einkaufsmärkte („Uncle Emma“) rund um den Campingplatz  reichten bisher 78 000 Dosen Pils aus den Regalen. Mal sehen, wie viele Hülsen wieder an den Pfandstellen ankommen… (Tino Lange)

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Fritz-Walter-Wetter für den Bademeister

20. Juni 2010

Dendemann, der Bademeister. Revolverheld, die erwachsenen Kinder. Fast gleichzeitig bespielen die Hamburger Festival-Vertreter die beiden großen Bühnen. Vor ihnen: ein Meer von Menschen. Über ihnen: dunkle Wolken.

Fritz-Walter-Wetter in Scheeßel, scheinbar haben Dende und die Helden heimisches Hamburger Wetter mitgebracht. So bilden, Schweiß, Staub und Regen die gute alte Festivalschminke auf den Gesichtern der Fans, die dennoch wie die Sonne strahlen. „Was geht?“ fragen die Revolverhelden mit dem Fanta4-Klassiker. Das. Geht. Ab.  (Tino Lange)

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Mööööööööööööööööööööööööp!

20. Juni 2010

Fast hatte man das Getröte der Vuvuzelas vergessen – das „Schland unter“-Spiel gegen Serbien am Freitag wurde im Pressezelt ohne Ton gezeigt.

 Jetzt aber läuft das Paraguay-Spiel.  Mit Ton. Santa Cruz roqt, die Vuvuzelas keifen und auf der Green Stage trompeten die Bayern von LaBrassbanda, nachdem davor die skandinavischen Mädels von Katzenjammer ins Folk-Pop-Horn geblasen hatten. Ein dreifacher Hallo-wach-Moment vor dem Auftritt der Fußball-Freunde Revolverheld. (Tino Lange)

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Good Shoes, Beatsteaks und eine defekte Dusche

20. Juni 2010

Der morgendliche Sonntag trennt beim Hurricane-Festival in Scheeßel die Spreu vom Weizen. Ein Großteil der 70 000 Besucher liegt noch verstrahlt im Schlafsack oder wühlt in den Vorräten nach den letzten Krümeln Kaffeepulver.

Nora, 19, aus Hamburg-Eimsbüttel ist schon längst wach und eilt mit ihren drei Freundinnen zur ersten Band des Tages, den angesagten Londoner Newcomern Good Shoes. Bisher war Nora nur in Hamburg auf dem Reeperbahn-Festival und bei Dockville in Wilhelmsburg – ohne Zelt, Schlafsack und Dosenravioli. So zahlte sie in Scheeßel gleich Lehrgeld: „Meine Isomatte ist viel zu dünn und unbequem, aber das nehme ich gerne in Kauf“, erzählt die frisch gebackene Abiturientin und lacht. Denn Nora gehört zur aktuellen Generation der Musikfans, die Rock und Pop nicht konsumieren, sondern leben. „Ich habe mir die meisten der Hurricane-Bands vorher im Internet angehört und dementsprechend mein Programm zusammengestellt“.

Am meisten überzeugt ist sie bisher von Charlie Winston („Ich hätte nicht gedacht, dass er live so gut ist“) und den Beatsteaks, aber der Sonntag ist ja noch lang. Geduscht hat sie übrigens auch, „aber kaum war ich eingeseift, gab es kein Wasser mehr“. Halb gesäubert zieht sie weiter zu den Good Shoes. Viel Spaß! (Tino Lange)

Harte Arbeit als Gewinn – der Komödie dritter und letzter Teil

20. Juni 2010

Er sieht ein wenig verschlafen aus am Sonntagmorgen. Jan, der Student, der zum Roadie wurde. Spaß hat er viel gehabt, Einblicke in das oftmals chaotische Treiben hinter der Bühne bekommen und zur Belohnung darf er jetzt noch einen weiteren Tag Schwerstarbeit leisten.

Trotzdem ist er guter Dinge, der Blick vom Technik-Turm auf Massive Attack und das Billy-Talent-Konzert aus Bandperspektive haben für die harte Arbeit entschädigt. Gestern morgen um dieselbe Zeit war er noch auf der Suche nach Arbeitsschuhen, heute freut sich der Stage Manager der Blue Stage darüber, dass er das zusätzliche Paar Hände wieder zur Verfügung hat.

Aber den ganzen Tag wird Jan heute nicht mehr arbeiten, schließlich möchte er auch noch mit seinen Freunden feiern. Und die dürfen nicht hinter die Bühne.

 (Alexander Josefowicz)

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