Hamburger Abendblatt

Schräges Roadmovie vom Arsch der Welt

17. Februar 2012

„Im  normalen Leben ist er zu nichts zu gebrauchen, aber wenn die Kacke am Dampfen ist, kann man sich auf ihn  verlassen.“ Sagt Nige (Bret McKenzie) über seinen Kumpel Deano (Hamish Blake), und zuerst scheint er mit dieser Einschätzung auch komplett richtig zu liegen. Deano fackelt nicht lange, als es darum geht, norwegischen Backpacker verschwinden zu lassen, den Nige aus Versehen mit dem Auto überfahren hat. Leider erweist sich die Leiche als eine Art Stehaufmännchen, und was Deano dann unternimmt, bringt Nige erst richtig in die Bredouille…

Zuweilen gerät man auf einem Filmfestival in etwas, was man gar nicht sehen wollte, und hat dann mehr Spaß als erwartet. Zu diesen Treffern gehört der neuseeländische Film „Two Little Boys“. Ein schräges  Roadmovie, das in den Catlins spielt und in dem es von grotesken Einfällen nur so wimmelt. Gedreht hat’s Robert Sarkies, am Drehbuch hat sein Bruder Duncan mit gebastelt. Dieser Duncan kam in Berlin übrigens kurz auf die Bühne und erfreute die Zuschauer mit der Mitteilung, dass Mick Jagger auch schon mal in den Catlins gewesen wäre und gesagt hätte, das sei  ja wohl der Arsch der Welt… (BaM)

 

 

 

(Nicht alle sind was für Leute mit schwachen Nerven.) genannt, das die Berlinale in der Generation-Reihe zeigt. Das Drehbuch hat er übrigens zusammen mit seinem Bruder Duncan geschrieben.