Hamburger Abendblatt

Nach dem Goldrausch

25. September 2010

Das Reeperbahn-Festival steht für Newcomer und Geheimtipps – die Hamburger Band Fotos ist mittlerweile weder das Eine, noch das Andere. Aber trotz drei Alben – aktuell: „Porzellan“ – geht es für die Vier einfach nicht vorwärts. Auch in der gut gefüllten Großen Freiheit 36 bleibt die Anteilnahme des Publikums trotz feiner Fotos-Songs wie „Nach dem Goldrausch“ oder „Angst“ überschaubar. Heimspiele sehen anders aus.

Noch im Goldrausch ist das Moondoo. Nachdem der Klub am Freitag auch von Festival-Bändchenträgern Eintritt für Afrika Bambaataa verlangte, herrscht am Sonnabend plötzlich Jacken-Abgabezwang und dreifache Taschenkontrolle. Allerdings ist der Andrang bei den gefälligen französischen Chanson-Poppern Féloche so groß, dass diese Idee wieder verworfen wird. Auch komisch: Das Pressezelt schließt heute schon um 20 Uhr. Scheinbar arbeitet außer uns keiner mehr…
(Tino Lange)