Hamburger Abendblatt

Komm auf die dunkle Seite…

25. September 2010

Es sieht schon etwas seltsam aus, wie Nabiha und ihre Backgroundsängerin da auf der Bühne herumtanzen. Nicht ungelenk, aber halt etwas merkwürdig. Kurzes Nachdenken führt die Erkenntnis zu Tage, dass man derartige Choreografien normalerweise auf größeren Bühnen findet, wo sie von ganzen Horden unterernährter Tänzer zu industriegenormtem RnB-Pop performt werden.

Überhaupt scheint sich die junge Dänin sehr an Rihanna, Anastacia und den anderen üblichen Verdächtigen zu orientieren. Darunter leidet die Musik. Die Stücke könnten guter Pop sein, arrangierte man sie nicht gar so sehr mit dem Blick über den großen Teich. So ist’s langweilig, da sind wir uns einig.

Star-Wars-Fan Nabiha sollte sich die unsterblichen Worte Yodas zu Herzen nehmen: „Noch viel üben du musst, junger Parmesan“ (oder so ähnlich).  Kollege Lange gibt das Signal zum Aufbruch. Kaffeepause in der halboffiziellen Festivalhomebase am Hamburger Berg. Dann geht’s weiter Richtung Große Freiheit. (Alexander Josefowicz)