Hamburger Abendblatt

HH – Hamburg Hangover

25. September 2010

Der nachmittägliche Sonnabend hängt noch etwas in den Seilen. St. Pauli kriegt gerade die Jacke vollgehauen und auch die Branchen-Vertreter des „Reeperbahn-Campus“ wirken angeschlagen.

Ray Cokes bringt es beim Finale seiner täglichen Revue im Schmidt-Theater auf den Punkt: „Jetzt weiß ich, wofür HH steht: Hamburg Hangover“. Topfit sind allerdings seine Gäste, die Band Young Rebel Set aus Stockton On Tees. Sie sind stolz wie Oskar, dass ihre Konzerte in Deutschland stets gut gefüllt sind und die Leute artig Mitsingen. Im heimatlichen England kennt sie angeblich keine Sau, die Lage dort ist schlicht „crap“. Hier aber könne man „nach dem Gig direkt in die Peepshow stolpern, ist das nicht großartig?“

Mal sehen, wo Young Rebel Set nach dem abendlichen Auftritt im Terrace Hill aufschlägt. Die Waliser Toy Horses aus Cardiff sind auf Nachfrage von Cokes jedenfalls sehr stolz, in der Stadt spielen zu dürfen, wo auch schon diese andere britische Band in den frühen 60ern auftrat. Wie hieß sie denn noch? Rolling Stones? The Who? Ich komme noch drauf… (Tino Lange)