Hamburger Abendblatt

Don’t believe the hype, Part 2

15. August 2010

Jetzt reicht’s! Von allen überschätzten Bands, die ich an diesem Wochenende ausgehalten habe, sind The Drums definitiv der Marianengraben, 0° Kelvin, das Ende der Welt. Da ist man einmal vernünftig, hört auf gutes Zureden und versucht, sich die Band, über die man schon seit Wochen lästert, live und unvoreingenommen (naja, zumindest nicht vollständig ablehnend) anzuschauen, und dann das.

Diese vier Milchbubis in zu engen Hosen sind ein echter Witz. Uninspiriertes Geschrammel, eine Singstimme, die keine ist und Eurythmie-Vorstellungen mit Tamburin. Das Ganze in einem Arrangement, das Robert Smith mit The Cure schon in den frühen Achtzigern deutlich (!) überzeugender auf die Bühne gebracht hat.

Auch, wenn ich nicht wirklich neutral zu diesem Konzert gegangen bin: Dass mich eine Kombo schon mit den ersten Tönen in heiligen Zorn versetzt, ist wirklich selten. Bah! (Alexander Josefowicz)