Hamburger Abendblatt

Blaue Flecken sind auch mal egal

7. August 2010

Wow, das war hart. Dass Arch Enemy, die schwedische Death-Metal-Truppe um Frontfrau Angela Gossow abräumen würde, war anzunehmen, aber hatte wirklich jemand mit so einem ultimativen Hammerkonzert gerechnet? Perfekter Sound in perfekter Lautstärke (keine Ohrstöpsel notwendig), die höchste Crowdsurfer-Dichter des bisherigen Festivals und eine Ohrwum gespickte Setlist. Das Treiben vor der Bühne war so wild, dass es mir die Uhr vom Arm riss und sich auch noch der ein oder andere blaue Fleck zeigen dürfte, aber was macht das schon bei einem Auftritt, bei dem wirklich alles stimmt… Da kamen später selbst Slayer nicht mit, die eine ordentliche Show ablieferten, aber wenig Kontakt zum Publikum aufnahmen und schließlich grußlos verschwanden. Zwischendurch gab’s auch noch einen Geburtstag zu feiern. Grave Digger, die Ruhrpott-Veteranen sind 30 geworden und spielten aus diesem Anlass ihr komplettes „Tunes Of War“-Album von 1996 durch. Als Gäste dabei: Doro, die Acappella-Metal-Band Van Canto und Blind-Guardian-Sänger Hansi Kürsch. Da wurde er Metal natürlich nicht neu erfunden, aber schön war’s doch. Und hatte was von einem Familienfest.

2 Reaktionen zu “Blaue Flecken sind auch mal egal”

  1. Biervampiram 7. August 2010 um 12:08 Uhr

    Moin Holger,

    danke für Deine Berichte!
    Für mich als verhinderten Fan, der gern mal nach Wacken fahren würde aber nie einen Begleiter findet, lindert das ein bisschen den Schmerz. Andererseits will ich jetzt erst recht hin…

    Gibt es wie letztes Jahr auch Bilder oder einen Videotagebuch? Die Stimmung kam damit super rüber!

    \m/

  2. holgeram 7. August 2010 um 16:58 Uhr

    Moin, aus technischen Gründen gibt’s diesmal leider keine Videos. 🙁 Aber 2011 soll alles (noch) besser werden. Schöne Grüße
    – Holger