Hamburger Abendblatt

Bitte recht unfreundlich

7. August 2010

Hm, da stimmt doch was nicht… Also: Die Band heißt Endstille, ihr Sänger hört auf den Namen Zingultus und trägt ein (angeblich) blutbesudeltes T-Shirt. Vor ihm auf der Bühne eine ebenfalls blutige (?) Stacheldrahtabsperrung, und an der wird mächtig gekreischt und geröchelt. „Ekliger Black Metal“ (Selbsteinschätzung der Band) eben. Dazu passt perfekt, der für zwei Stücke auf die Bühne geholte Gast-„Sänger“ aus Mexiko, der sich mit einem Messer die Zunge aufsäbelt und Blut (?) spuckt. Alles ultrahart, alles ganz ganz böse. Aber einen Tipp möchte man den Kieler Unholden doch geben: Niemals, also wirklich niemals dem Publikum „Viel Spaß noch“ wünschen. Da ist binnen Sekunden die ganze Bösewichterei dahin.