Hamburger Abendblatt

Bayreuther Geschmacksfragen

28. Juli 2010

 

 

Foto: Fink

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Wie schmecken eigentlich Opern? Die  „Meistersinger“, immer noch in der Inszenierung  von Katharina Wagner schmecken nach Limone, die „Walküre“ in Tankred Dorsts uninspirierter Bühnenfassung nach Birne/Ananas. Stefan Herheim darf sich freuen: Für den „Parsifal“, den er in einem hyperagilen Bühnenbild durch Wahnfrieds deutsche Jahrzehnte jagt, haben sich die Kräutertee-Produzenten Aprikose/Champagner einfallen lassen. Womit ja schon klar wäre, was für Hans Neuenfels’ großartigen

Foto: Fink

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„Lohengrin“ als Steigerung übrig bleiben kann: Lohengrin ist Trüffel.

Moment mal: Kräutertee mit Trüffelgeschmack? Vielleicht noch aus der Wagner-Tasse mit dem Bildnis des Meisters? Dann lieber noch mal 5 Stunden 40 Lohengrin in echt, gesungen und gespielt, auf hartem Festspiel-Klappsitz. Und den Champagner hinterher. Und bitte auch in echt.