Hamburger Abendblatt

Good Shoes, Beatsteaks und eine defekte Dusche

20. Juni 2010

Der morgendliche Sonntag trennt beim Hurricane-Festival in Scheeßel die Spreu vom Weizen. Ein Großteil der 70 000 Besucher liegt noch verstrahlt im Schlafsack oder wühlt in den Vorräten nach den letzten Krümeln Kaffeepulver.

Nora, 19, aus Hamburg-Eimsbüttel ist schon längst wach und eilt mit ihren drei Freundinnen zur ersten Band des Tages, den angesagten Londoner Newcomern Good Shoes. Bisher war Nora nur in Hamburg auf dem Reeperbahn-Festival und bei Dockville in Wilhelmsburg – ohne Zelt, Schlafsack und Dosenravioli. So zahlte sie in Scheeßel gleich Lehrgeld: „Meine Isomatte ist viel zu dünn und unbequem, aber das nehme ich gerne in Kauf“, erzählt die frisch gebackene Abiturientin und lacht. Denn Nora gehört zur aktuellen Generation der Musikfans, die Rock und Pop nicht konsumieren, sondern leben. „Ich habe mir die meisten der Hurricane-Bands vorher im Internet angehört und dementsprechend mein Programm zusammengestellt“.

Am meisten überzeugt ist sie bisher von Charlie Winston („Ich hätte nicht gedacht, dass er live so gut ist“) und den Beatsteaks, aber der Sonntag ist ja noch lang. Geduscht hat sie übrigens auch, „aber kaum war ich eingeseift, gab es kein Wasser mehr“. Halb gesäubert zieht sie weiter zu den Good Shoes. Viel Spaß! (Tino Lange)

Eine Reaktion zu “Good Shoes, Beatsteaks und eine defekte Dusche”

  1. registry cleaner reviewsam 5. August 2010 um 21:27 Uhr

    nice share, good article, very usefull for me…thanks